Kvarner Inseln - Cres, Losinj, Krk

 
 

Am Samstag, den 02.10.2010 sind wir nach Kroatien aufgebrochen, um noch etwas Sonne vor dem Winter zu tanken. Wir sind samstags von Bamberg über München und Salzburg nach Villach/Kärnten gefahren. Dort haben wir auf einem Parkplatz beim Kurpark übernachtet und sind am nächsten Morgen weiter Richtung Kroatien gefahren. Leider hat seit unserem letzten Kroatienurlaub auch Slowenien eine Autobahnmaut bzw. Vignettenpflicht, die nochmals mit 30€ die Urlaubskasse belastet. Wir sind dennoch über Ljubljana/Slowenien Richtung Rijeka gefahren, obwohl für die nächste Reise zu überprüfen wäre, ob nicht die italienische Maut billiger ist. Die slowenische und kroatische Autobahnen gehen nicht nahtlos ineinander über, daher sind wir auf dem Hinweg über Pivka nach Kroatien gefahren. Diese slowenische Landstraße führt dann direkt auf die kroatische Autobahn und ist auch kilometermäßig kürzer als alternativ die slowenische Autobahn weiter nach Süden zu fahren und dann bei Divaca auf die Landstraße zu wechseln. Die zuletzt beschriebe Route haben wir auf dem Rückweg gewählt, in der Hoffnung, dass sie besser ausgebaut ist und man den Umweg wieder einholen kann, was sich leider nicht bewahrheitete. Daher ist wohl die zuerst gewählte Route die Bessere, wenn man in die Kvarner Bucht oder an die kroatische Adriaküste möchte. Die Gesamtreisekosten sind doch nicht ganz unerheblich, da man natürlich auch eine österreichische Vignette benötigt und im Tauerntunnel wie auch im Karawankentunnel zusätzlich Gebühren entrichten muss. Alleine die Mautkosten betragen so bei einem zweiwöchigen Urlaub knapp 80€, aber die fantastische Natur entschädigt einen natürlich schnell und somit genug mit den Kosten!

Nach dem Grenzübertritt haben wir uns entschieden über Istrien direkt nach Cres überzusetzen und Krk erst einmal auszulassen, um schnellstmöglich nach Süden zu kommen. Wir sind dann mit der Fähre Brestova-Porozina übergesetzt, die selbst in der Nebensaison noch mehrmals täglich pendelt. Die meisten Fährfahrpläne findet man unter jadrolinija.hr, zumindest für die von uns genutzten Verbindungen auf den Kvarner Inseln. Am zweiten Tag ging es dann noch relativ zügig weiter nach Süden über Cres nach Losinj. Wir haben den Campingplatz Poljana kurz vor Mali Losinj angefahren, der sowohl eine traumhafte Lage hat als auch über eine sehr gute Ausstattung verfügt. Hier sind wir gleich sieben Nächte geblieben und haben uns bestens erholt und aufgewärmt.

Ausflüge haben wir auf die Halbinsel Cikat vor Mali Losinj unternommen, um die sich eine wunderschöne Strandpromenade zieht. Außerdem haben wir Mali Losinj und Veli Losinj besucht, wobei uns Veli Losinj besser gefallen hat, weil es doch sehr idyllisch liegt und aus unserer Sicht mehr Charme besitzt. Aber auch Mali Losinj ist einen Besuch wert! Von Veli Losinj wollten wir eine Wanderung zum Sveti Ivan unternehmen, doch haben leider den Weg aufgrund fehlender Beschilderung nicht gefunden. So haben wir es aber mit dem Wohnmobil versucht anzufahren und dabei eine traumhafte, aber auch schmale, Straße gefunden, die zum genannten Aussichtpunkt bzw. zur Kapelle führt und dann wohl weiter zu einer Bucht am süd-östlichen Inselrand führt. Aber nicht nur von Sveti Ivan aus hat man einen traumhaften Blick über Veli Losinj und die Umgebung, sondern auf der Hinfahrt kommt man schon auf einer Anhöhe zu einem Punkt an dem man ganz Mali Losinj und die umliegenden Inseln bestaunen kann.

Nach einer Woche sind wir dann wieder langsam Richtung Norden gefahren und haben Losinj verlassen. Zu betonen ist vielleicht auch noch, dass man sowohl auf Losinj als auch auf Cres wunderbar auf speziell angelegten Wegen Rad fahren und Wandern kann, was ja leider in vielen südlichen Ländern nicht selbstverständlich ist. Auf der Fahrt über und nach Cres haben wir das Fischerörtchen Valun und das Bergdorf Lubenice besichtigt. Valun hat uns besonders gut gefallen und ist auch einen Besuch wert. Auch auf dem Weg dorthin hat man einen tollen Blick übers Meer bis nach Istrien. Lubenice besticht mehr durch seine Lage und den Blick den man von dort aus hat, als durch sein „Stadtbild“, wenn es überhaupt diesen Namen verdient. Die Anfahrt ist allerdings gerade mit einem Wohnmobil nicht ganz entspannt, denn es ist eine enge, gebirgige Straße mit wenig Ausweichstellen.

Am Abend haben wir den Campingplatz Kovacine angefahren und dort zwei Nächte verbracht. Er ist ziemlich groß und man hat von den Stellplätzen kaum einen Blick aufs Meer. Die Ausstattung ist relativ gut, uns hat es aber in Losinj besser gefallen. Es gibt eine schöne Uferpromenade nach Cres, den Ort fanden wir allerdings weniger sehenswert.

Zwei Tage später ging es dann mit der Fähre Merag-Valbinska weiter nach Krk, wo wir uns Dobrinj und Baska anschauten. Von Dobrinj aus hat man einen tollen Blick auf die Bucht vor Rijeka und Istrien, doch leider war es an diesem Tag schon etwas diesig. Baska ist wirklich einen Besuch wert und liegt traumhaft schön. Am Abend wollten wir eigentlich den Campingplatz Pila bei Punat anfahren, doch wir wurden nicht freundlich, vielmehr gar nicht begrüßt. Ein Schild informierte uns, dass die Rezeption nur noch morgens geöffnet ist, aber nicht ob man einfach auf den Platz fahren dürfte oder ob man sich an anderer Stelle registrieren muss. Daher haben wir es vorgezogen einen anderen, der wenigen noch offenen Plätze anzufahren und zwar den Campingplatz Bor bei Krk. Dieser liegt über Krk am Berg und ist für eine Übernachtung in Ordnung, wir würden ihn aber nicht unbedingt wieder anfahren. Die meisten Stellplätze dort wurden als Lagerfläche für Boote und herrenlose Wohnwagen genutzt, was kein schönes Bild war. Auch die Ausstattung war nur mäßig, wenn wir auch vom ersten Campingplatz etwas verwöhnt waren. Da das Wetter für zwei Tage, bis zur geplanten Abreise, schlecht bleiben sollten, haben wir unsere Heimfahrt vorverlegt. Wir hatten dennoch fantastisches Wetter und nur am zweiten Tag etwas Regen und bewölkten Himmel. Sonst begrüßte uns jeden Tag ein blauer Himmel und ein noch tiefblaueres Meer! Unsere gewählte Route hat sich zusätzlich als günstig herausgestellt, weil die Krk‘er Brücke mautpflichtig ist, man aber nur vom Festland aus in Richtung Krk die Maut für die Hin- und Rückfahrt entrichten  muss und so konnten wir kostenlos über dieses beeindruckende Bauwerk fahren.

Auch die Strecke nach Hause wollten wir wieder in zwei Etappen fahren und machten in Kärnten am Afritzer See eine Mittagspause. Sind dann allerdings weiter bis zum Chiemsee gefahren und nach einem „Abendessen“ wieder auf der Autobahn weitergefahren. Dann war das zu Hause doch nicht mehr soweit entfernt und wir sind doch die 850km in einem Tag durchgefahren.

Was jetzt schon sicher ist, dass wir bald wieder nach Kroatien reisen werden, denn es hat uns wieder mal ausgesprochen gut gefallen. Die nächste Kroatienreise führt vermutlich über Krk und Rab, vielleicht auch über Pag an die Küste zwischen Zadar und Split. Dort wurde uns der Campingplatz Oaza Mira empfohlen. Außerdem würden wir gerne die Plitwitzer Seen besuchen!

Es folgen, wie gewohnt, ein paar Schnappschüsse von der Reise und eine kommentierte Karte, die unsere Route zeigt.